„Es ist ergreifend und das ist gut!“,

mit diesen Worten kommentierte der Schulleiter Sven Marlow die Aufführung des szenischen Spiels: „Wenn du wegschaust, bist du schuld.“ Der Jahrgang 11 der Stadtteilschule Bramfeld hatte im PGW- und Theaterunterricht unter Anleitung der Lehrerinnen Katy Kerwath und Carolin Brandt und der Regisseurin Liz Rech zu der Ausstellung „Die Kinder vom Bullenhuser Damm“ dieses szenische Spiel entwickelt. Aufgeführt wurde das Ergebnis des Unterrichts am ersten Mai-Wochenende in der Schule.

Gegenstand des Stückes waren die schrecklichen Verbrechen an Kindern und Erwachsenen durch die Nazis kurz vor Kriegsende im Frühjahr 1945. Den Schwierigkeiten, die in der Darstellung eines solchen Themas liegen, begegneten die am Projekt Beteiligten durch eine fragmentarische und performative Form des Stückes. Durch leise Andeutungen, der geschickten Nutzung des Raumes und berührenden Erzählungen, die immer wieder durch Videoprojektionen unterbrochen wurden, wurde der Zuschauer in das Stück eingebunden und ergriffen. Auf diese Weise gelang es, dass der Besucher eigene Gedanken und Bilder entwickelte, die dann nachwirkten.

Im Anschluss an die Aufführung waren die Zuschauer aufgefordert, sich die Ausstellung anzusehen, die detailliert über die Vorkommnisse am Bullenhuser Damm informiert. Die Ausstellung wird noch bis zum Freitag, 10.5., im Haus 4 der Stadteilschule Bramfeld zu sehen sein.


Aufführung vom 3.5. um 19:00 Uhr

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